Mit Blick auf die steigenden Anforderungen an die Pflegeberufe kündigen die FOM Hochschule in Neuss und die St. Augustinus Seniorenhilfe eine Zusammenarbeit an. Der Wissensaustausch zwischen den Einrichtungen steht im Vordergrund der neuen Zusammenarbeit. Studierenden sollen so Bezüge in den Berufsalltag geboten werden. Hintergrund sind der Fachkräftemangel sowie die Neuordnung der Kranken- und Altenpflegeausbildung. Die erfordern nach Ansicht von Hochschule und Seniorenhilfe einen beidseitigen Wissenstransfer.

Inhaltlich soll die Kooperation sich unter anderem auf das Thema Personalbeschaffung beziehen. Im Fokus des Projekts stehen aber vor allem der Wissensaustausch zwischen beiden Institutionen sowie gemeinsame Veranstaltungen zu Berufsbildern. Rebecca Wanzl, Geschäftsleiterin der FOM in Neuss, sagt zu der Kooperation: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Seniorenhilfe einen starken Praxispartner gewinnen konnten. Bereits von Beginn an profitieren unsere Studierenden vom Theorie-Praxis-Transfer.“ So könnten sich die Studierenden beispielsweise in Abschlussarbeiten mit aktuellen Themen wie „Pflegekonzepte der Zukunft“ beschäftigen. Dies lasse sich später unmittelbar im Berufsalltag anwenden.

Evelyn Klasen, Geschäftsleiterin der St. Augustinus Seniorenhilfe, absolvierte selbst ihren Master an der FOM. Ihr sei es dabei um eine betriebswirtschaftliche Qualifikation gegangen, sagt sie. „Die tollste Seniorenhilfe auf die Beine zu stellen nützt nichts, wenn ich am Ende meine Mitarbeiter nicht bezahlen kann“, sagt Klasen.  „Es ist elementar, beides abzudecken – das Kaufmännische und die Pflege.“ So können die Studierenden der FOM beispielsweise zukünftig an projektbezogenen Themen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten in den St. Augustinus Einrichtungen tätig werden und ihre Hospitationen durchführen.

Den Kooperationsvertrag unterzeichneten Klasen und Wanzl gemeinsam mit Elke Bunjes, Prokuristin und Leiterin des Johannes von Gott Hauses. Sie fügt hinzu: „Um als Arbeitgeber weiterhin attraktiv zu bleiben und den eigenen Nachwuchs zu fördern, möchten wir durch den Austausch und gemeinsame Veranstaltungen berufliche Perspektiven aufzeigen.“ Es würden nicht nur die Studierenden weiter geschult, sondern es werde eine Wissenszirkulation zwischen Theorie und Praxis ermöglicht.

Auch die Weihnachtsaktion der FOM werde in diesem Jahr im Zuge der Kooperation stattfinden, kündigt Rebecca Wanzl an: „Seitens der FOM in Neuss packen wir kleine Päckchen für Senioren, die zu Weihnachten verteilt werden.“ Im Hochschulbereich „Gesundheit und Soziales“ werden derzeit drei Bachelor- und drei Master-Studiengänge in Neuss angeboten. Die meisten der aktuell Studierenden dieses Hochschulbereichs haben sich für „Gesundheits- und Sozialmanagement“ sowie „Soziale Arbeit“ entschieden.

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